Was ein linearer Kalender ist
Ein linearer Kalender legt das ganze Jahr als einen durchgehenden Streifen Zeit aus statt in Seiten: die zwölf Monate als Zeilen untereinander, jeder Tag eine Spalte - der 1. Januar oben links, der 31. Dezember unten rechts, alles dazwischen auf einmal sichtbar. Manche Fassungen richten die Tage nach dem Datum aus, manche nach dem Wochentag, manche kippen das Ganze auf die Seite; die drei Ansichten stehen weiter unten.
Der gewöhnliche Kalender macht das Gegenteil: Ein Rasterkalender gibt jedem Monat eine eigene Seite, und eine App zeigt einen Tag, eine Woche oder einen Monat und lässt den Rest hinter dem Scrollen. Der lineare Kalender lässt das Jahr in einem Stück - das ist die ganze Idee. Ein Plan ist keine Notiz an einem Tag mehr, sondern ein Balken mit einer Länge, und das Jahr eine Linie, die du von Anfang bis Ende lesen kannst.
Neu ist die Idee nicht. In Deutschland hängt das Jahr auf einem Blatt seit Jahrzehnten als Wandplaner in Büros, und römische Wände trugen das ganze Jahr in Spalten schon vor zweitausend Jahren. Neu ist der Name - und dass du heute darin planen kannst, statt ihn nur anzusehen.